Der neueste Ausstellungsteil im Storchenzentrum

„Mythos Storch – … und er bringt sie doch!“

Da der Storch als Kulturfolger dem Menschen schon immer viel näher stand als die meisten anderen Vögel, entwickelte sich ein regelrechter Mythos um ihn, der aber regional und international sehr unterschiedliche Facetten hat. Der neue Ausstellungsteil kann nur einige Aspekte dieses sehr weiten Spektrums den Besuchern näher bringen.

Da man ihm Eigenschaften wie Fürsorge, Elternliebe usw. zuschreibt, eignet er sich natürlich für die Vermarktung vieler Produkte, die sich auf Kinder beziehen.
Eine ganze Region, nämlich das Elsass, baut ihren Tourismus zum großen Teil auf die Attraktion Störche, die auf vielen Postkarten oder in den Auslagen der Schaufenster allgegenwärtig ist.
Den Storch in der Werbung zeigen viele Objekte und Werbeartikel, sowie Souvenirs und Kunstobjekte.
Selbstverständlich wird der immer wieder gestellten Frage nach gegangen: Bringt der Storch nun die Kinder oder bringt er sie nicht? Eine Statistik, Fotos, alte Postkarten und ein äußerst amüsanter Film „belegen“: „… und er bringt sie doch!“
Spaß beiseite!
Jetzt frägt man sich natürlich, woher kommt eine so abstrus wirkende Erklärung? Bis ins kleinste Detail ist die Herkunft dieser Vorstellung nicht geklärt. Aber sie muss in uralten Mythen ihren Ursprung haben, denn sie gibt es in abgewandelter Form in vielen v.a. europäischen Ländern. Storch und Wasser gehören ganz eng zusammen und das Leben kommt seit alters her aus dem Wasser.

Neben dieser Meinung können Sie auch die Ansichten unserer Nachbarn über den Storch erfahren.
Der Storch als …

Frühlingsbote
Bereits aus dem 17. Jhd. wird berichtet, dass Kinder die Ankunft des Storches im Frühjahr in Deutschland und der Schweiz mit großer Freude verkündeten, z. T. sogar gegen Geschenke (Haslach, Zürich, Veltheim).

Glücksbringer
Ein Storchennest auf dem Dach sollte Glück bringen, mancherorts sogar Frieden und Wohlstand (Usbekistan) und in Preußen eheliche Treue, Frömmigkeit und Gerechtigkeit.

Orakeltier.
Flog ein Storch direkt über den Kopf einer Frau, sagte dies ihre baldige Schwangerschaft vorher.
Eine vom Storch hinausgeworfene Feder bedeutete Glück, das hinausgeworfene Ei oder Junge aber Unglück.

… und als Unglücksvogel, Heiliges Tier, Verwandelter Mensch, Wettervogel u.v.m.

In der Ausstellung geht es besonders auch um den Bereich Kultur wie z. B. in Liedern, Gedichten, Märchen, Fabeln, Bauernregeln, Kinderreimen und in der Literatur. Dazu gibt es eine Hörstation und ein kleines Buch, in dem so einiges gesammelt ist.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise uvm. finden Sie unter www.pfalzstorch.de

 

Der neueste Ausstellungsteil: „…- und er bringt sie doch!“